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Teuerstes Haus der Welt soll eine Milliarde Dollar kosten

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Den Garten des Anwesens an der der Côte d'Azur pflegen derzeit 15 vollzeitangestellte Gärtner. Die Besitzerin sagt, sie wolle sich "verkleinern".

Das teuerste Haus der Welt steht zwischen Nizza und Monaco in einem kleinen Örtchen mit dem wohlklingenden Namen Saint-Jean-Cap-Ferrat. Es liegt auf der Halbinsel Cap Ferrat, ragt also ein bisschen weiter ins Mittelmeer als der Rest der Côte d'Azur, und alleine diese Lage trägt ihren Teil zum Preis des Anwesens bei: Immobilienexperten schätzen ihn auf bis zu eine Milliarde Dollar. Stimmt das, dann wäre es das bislang teuerste Haus der Welt.

Zur Ausstattung zählen ein Swimmingpool mit olympischem Maß (50 Meter lang, 25 Meter breit), mehr als 14 000 Quadratmeter Land, zehn Schlafzimmer, ein Ballsaal, ein Wintergarten, eine Kapelle und Stallanlagen für 30 Pferde. Von besonderem Wert ist der zugehörige botanische Garten, den der ehemalige britische Premierminister Winston Churchill, wenn er in der Villa zu Besuch war, gerne gemalt haben soll und den heute 15 vollzeitangestellte Gärtner pflegen. Dort stehen 20 Gewächshäuser mit etwa 15 000 tropischen Pflanzenarten, berichtet das Forbes-Magazin.

Baden vor dem wahrscheinlich teuersten Haus der Welt: Dieses Foto zeigt eine Pool-Szene aus dem Jahr 1973. Damals gehörte das Haus dem Gründer der Likörmarke "Grand Marnier". (Foto: Getty Images)

Gebaut wurde die Villa, die den Namen "Les Cèdres" trägt, um 1830. Etwa 70 Jahre später kaufte der belgische König Leopold II. das Anwesen. Gerüchten zufolge lebte dort seine sehr junge Geliebte Caroline Delacroix, während der König selbst die meiste Zeit des Jahres in Monaco residierte. Später, im Jahr 1924, ging die Villa in den Besitz von Alexandre Marnier-Lapostolle über - dem Gründer der Likörmarke "Grand Marnier".

Bis zum Juli dieses Jahres habe das Haus Forbes zufolge der Grand-Marnier-Erbin Suzanne Marnier-Lapostolle gehört. Dann wurde die Marke an Campari-Cinzano verkauft, die es jetzt weiterverkauft. Das Haus, so Forbes, war Teil des Deals. Marnier-Lapostolle spricht jetzt davon, so berichten es lokale Medien, sich "verkleinern" zu wollen.

Zu den künftigen Nachbarn des milliardenschweren Käufers gehören übrigens der Musical-Komponist Andrew Lloyd Webber und Paul Allen, der zusammen mit Bill Gates das Softwareunternehmen Microsoft gegründet hat.

Quelle: sueddeutesche.de